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Luftfeldpostdienst 2. Periode



Feldpostfaltbrief in Richtung Heimat – Front, frei gemacht mit zwei durchstochenen Luftfeldpostmarken. Für einen Feldpostbrief bis 10 g und schwerer als 5 g waren für die Zulassung zum Luftfeldpostdienst in der zweiten Periode zwei Luftfeldpostmarken zu verkleben. Die Entwertung der Marken erfolgte am 5.5.44 mit einem Zweikkreisbrückenstempel „GRÜNBERG (OBERHESS) LAND“ mit dem Unterscheidungsbuchstaben „a“. Aufgegeben wurde der Brief in Rüddingshausen bei der dortigen Poststelle. Dies ist durch den zweizeiligen Poststellen-II-Stempel „Rüddingshausen über Grünberg (Hessen)“ dokumentiert.
Luftfeldpostbriefe wurden über die Luftpostsammelstelle in Berlin geleitet. Hier wurde festgestellt, dass die Einheit des Empfängers ( 9. Kompanie Kranken-Transport-Abteilung 790 eingesetzt im Bereich der Nord-Ukraine) nicht mehr am Luftfeldpostdienst angeschlossen ist und ein dreizeiliger Stempel „Einheit des Empfängers nimmt z.Zt. nicht am Luftfeldpostdienst teil. a Luftfeldpostsammelstelle _/_“ abgeschlagen. Der weitere Transport erfolgt mit der normalen Feldpost. Der zweizeilige Stempel „Zurück, neue Anschrift abwarten“ zeigt auf, dass der Brief den Empfänger nicht mehr erreicht hat und an den Absender zurückgesendet wurde.

Erster Beleg der Heimatsammlung

by Markus Kohler
Der Einkreisstempel mit Jahreszahl abgeschlagen als Aufgabestempel und der Vierkreisnummerstempel „349“ verwendet als Markenentwerter auf Brief vom 15.6.1861. Dieser ist gelaufen von Trochtelfingen nach Inneringen und gerichtet an den Königlichen Schulcommissair, Herrn Pfarrer Mayer Hochwürden & Hochwohlgeboren zu Inneringen.
Frei gemacht wurde der Brief mit Thurn & Taxis-Marken der zweiten Markenperiode. Die Mischfrankatur mit 3 Kreuzer (hellblau) und 1 Kreuzer (grün) war tarifgerecht frei gemacht für die Postvereinstaxe inklusive frankiertem Bestellgeld innerhalb Hohenzollerns für einen Brief bis zu einem Gewicht von einem Loth und der Entfernung bis 10 Meilen. Der rote Taxvermerk „Wfr=1“ benennt das Weiterfranko von einem Kreuzer und dokumentiert, dass das Bestellgeld vom Absender bereits gezahlt wurde. Rückseitig ist als Durchgangsstempel der Steigbügelstempel von Gammertingen vom 15.6.1861 abgeschlagen.